62_1 begehbar, aber dicht

… dafür begehbar in bochum

kulturzeit – 3sat mediathek:

Gregor Schneiders Tunnelskulptur „Kunstmuseum“: Gregor Schneider wollte für die Ruhrtriennale eine begehbare Tunnelskulptur in Duisburg bauen. Doch in der Stadt, die ihre Loveparade-Wunden leckt, ließ man ihn nicht. Und so baute er in Bochum.

„reif sein für …“ als steuerungskategorie aus richtung des selbstreferentiellen systems „verwaltung“. das trifft erwartungsgemäß nicht die eigenfrequenz des systems „kunst“. die aber erzeugt  dann doch noch resonanzen.

Das Kunstmuseum in Bochum hat die Chance ergriffen. Hier freut man sich über die vielen Besucher, die Gregor Schneiders neues Werk anlocken wird – ein Werk, das nicht nur räumliche, sondern auch gedankliche Enge zum Thema macht. Auch eine Anspielung auf bürokratische Abhängigkeiten der Kunst? „Ich denke, dass ein Museum eine Unabhängigkeit haben muss und selbst entscheidet, welche Kunst da wie gezeigt wird, das ist offenbar in Duisburg anders gesehen worden“, so Ruhrtriennale-Intendant Heiner Goebbels. Ein Bürgermeister, der ein Kunstwerk eigenmächtig zensiert, ein Museum, das sich dagegen nicht wehrt – das ist Willkür, die die Freiheit der Kunst gefährdet.
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