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Nach Putin auch Kirche gegen zu harte Strafe

Im Fall der wegen Rowdytums angeklagten Moskauer Skandalband Pussy Riot haben Kremlchef Wladimir Putin und die Kirche erstmals „nicht zu harte Strafen“ für ihre Kritikerinnen angemahnt. „Ich denke nicht, dass sie dafür so hart verurteilt werden sollten“, sagte Putin. Der Chefideologe der russisch-orthodoxen Kirche, Wsewolod Taschaplin, begrüßte Putins Worte am Freitag. Es sei „dumm“, das umstrittene Protestgebet der Punkband in der Erlöserkathedrale weiter zu verfolgen. Die Anwälte der drei Angeklagten sprachen von einem wichtigen politischen Signal für einen Wendepunkt.

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Free Pussy Riot: A statement by Nadya Tolokonnikova

>>> dangerousminds.net

An extraordinary essay by Pussy Riot member Nadya Tolokonikovoy has appeared on the Free Pussy Riot website. You can follow a blow by blow description of what is taking place at the Pussy Riot trial on Twitter. Kafkaesque? It’s that in spades, see for yourself. I thought it was important for this to be read by as many people as possible, so I am reproducing it here in full (but not block quoting it, because it would be a mile long)—RM

die links!

nicht vergessen!

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Können sie Putin stürzen?

freitag.de

Ein geheimes Treffen im Moskauer Untergrund

Aber Pussy Riot besteht auch nicht nur aus diesen dreien, sondern ist ein Kollektiv, dem „mehr als zehn“ Frauen angehören. Unter anderem zwei, die in der Kirche ebenfalls dabei waren und sich noch auf freiem Fuß befinden. Diese Mitglieder von Pussy Riot sind untergetaucht. Es ist ihr erstes Interview mit westlichen Medien.

Das Verbrechen, von dem hier die Rede ist, ereignete sich am 21. Februar und dauerte genau 51 Sekunden. Fünf Frauen samt einem Filmteam, sowie einer Reihe von Unterstützern und ein paar Journalisten betraten die russisch-orthodoxe Christ-Erlöser-Kathedrale, sprangen über eine goldene Absperrung auf die Kanzel (die nur Männer betreten dürfen) und spielten die ersten Akkorde eines Punksongs. Man kann es sich auf Youtube anschauen. Es beginnt wie eine religiöse Hymne und geht dann in etwas Sex-Pistol-Artiges über, die Frauen knien nieder, bekreuzigen sich, springen auf und ab und werden nach wenigen Sekunden von Sicherheitsleuten unterbrochen und abgeführt.

Aber die Polizei habe „noch nicht einmal ein Verfahren eröffnet“, sagt Verzilow. „Erst nachdem das Video unter dem Titel ‚Virgin Mary Chuck Out Putin‘ [Jungfrau Maria, vertreibe Putin] bei Youtube erschien, begann die Aufregung – Patriarch Kirill sah es und rief Putin und Moskaus Polizeichef an. Das erzählten uns die Ermittler. Sie entschieden, dass es sich um irgendeine Art Verbrechen handele.“